Managementzertifizierungen, Begutachtungen
und Prüfungen durch Umweltgutachter

Zertifizierung von Managementsystemen und Testate nach SpaEfV sowie Energie-Audits nach EDL-G

Als zugelassene Umweltgutachter können wir für Sie folgende Managementsysteme zertifizieren und entsprechende Testate ausstellen:

  • Umweltmanagement nach EMAS-VO (EG) Nr. 1221/09, (EU) 2017/1505 und (EU) 2018/2026
  • Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001:2015
  • Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001:2018
  • Prüfung der Anforderungen aus der SpaEfV (Verordnung über Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz im Zusammenhang mit der Entlastung von der Energie- und Stromsteuer)
  • Durchführung von Energieaudits gem. DIN EN 16247-1 und Vorlage der Energieauditberichte beim BAFA

Die vg. Zertifizierungen und Prüfungen sind u.a. die Voraussetzung zur Erstellung des Nachweisformulars 1449 für das Hauptzollamt bzgl. der Rückerstattung der Strom- und Energiesteuer. Ebenfalls werden die EMAS- und ISO 50001 Zertifizierungen auch im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung (EEG) als Nachweis für den Betrieb eines zertifizierten Energiemanagementsystems verwendet.

Nachhaltige Unternehmensführung

Durch Änderung des Umweltauditgesetzes (UAG) zum 01.01.2020 verfügen Umweltgutachter über die Prüfungskompetenz, Grundlagen einer nachhaltigen Unternehmensführung zu bewerten.

Wir bieten Unternehmungen die Prüfung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens an. Größere kapitalmarktorientierte Unternehmen sind bereits gesetzlich verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen, der sich z.Zt. an die weltweit anerkannten Standards der Global Reporting Initiative (CRI) und DIN ISO 26000 orientiert. Nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen können ihre nachhaltige Unternehmensführung individueller gestalten (z.B. nach den Vorgaben des Deutschen Nachhaltigkeitskodex DNK).

Wir sind gerne bereit, die relevanten Angaben in der Nachhaltigkeitsdokumentation zu prüfen und eine nachhaltige Unternehmensführung und nachhaltiges Wirtschaften entsprechend zu bestätigen.

Erneuerbare Energien

Je nach Herkunft, Qualität und Verwendung wird der Einsatz von Erneuerbaren Energien in Deutschland unterschiedlich bewertet und gefördert. Das EEG in seinen verschiedenen Auflagen (EEG 2004, EEG 2009, EEG 2012, EEG 2017) regelt die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Welches EEG im Einzelfall einschlägig ist, orientiert sich im Wesentlichen am Inbetriebnahmedatum der Anlage. In diesem Themenfeld unterstützen wir als Umweltgutachter durch Erstellung der erforderlichen Nachweise. Dazu gehört auch die Erstellung von sog. Herkunftsnachweisen für Strom aus Erneuerbaren Energien und die Registrierung der Mengen im Herkunftsnachweisregister (HkNR) des Umweltbundesamtes.

Wird Biomethan vertraglich über das öffentliche Gasnetz bezogen, muss nachgewiesen werden, dass Biogas andernorts in entsprechender Qualität und Mengen in das Gasnetz eingespeist wurde. Um einen branchenübergreifenden, allgemeingültigen Standard zur Dokumentation der unterschiedlichen Eigenschaften von Biogas zu etablieren, wurden verschiedene Bilanzierungssysteme geschaffen, z.B. das Biogasregister der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena). Die Menge und Qualität des eingespeisten Biomethans sind durch einen Umweltgutachter zu bestätigen.

Umweltgutachter

Biogas- und Windkraftanlage

Umweltgutachter

Energie aus Wasserkraft

Wir Umweltgutachter bieten folgende Leistungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an:

  • Herkunftsnachweis für Erneuerbare Energien nach § 79 EEG 2017
  • Verstromung von Biogas / Biomethan: Gutachten zur Erstinbetriebnahme, Vorgutachten
  • NaWaRo-Bonus nach § 27, Anlage 2 EEG 2009 (Güllebonus, Landschaftspflegebonus)
  • KWK-Bonus nach § 27, Anlage 3 EEG 2009
  • Wärmenutzungs-Bonus § 28, Anlage 4 EEG 2009
  • Nachweis zu den Einsatzstoffvergütungsklassen nach § 27 EEG 2012, wie jegliche Nachweise zum § 27 EEG 2012 (dass 60 Masse-% durch Gülle und 60 % des Stroms in KWK erzeugt wurde)
  • Vergütung für Strom aus Biogas aus Bioabfällen (§ 27a EEG 2012)
  • Gasaufbereitungs-Bonus für Strom aus Biomethan (§ 27c EEG 2012)
  • Nachweis über die technische Eignung der Anlage nach § 50b i. V. m. Anlage 3 Nr. I.1 d) des EEG 2017 (Flexibilitätsprämie)
  • 100% Stromerzeugung in KWK für Biomethan-BHKW (§ 44b Abs. 2 EEG 2017)
  • Nachweise für Biogasanlagen bzgl. § 19 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. § 42 oder § 43 EEG 2017
  • Begutachtung von Gülle-Kleinanlagen bis 75 kW (§ 44 EEG 2017)
  • Gasaufbereitung und –einspeisung: Herkunftsnachweis für die Einspeisung von Biomethan oder Speichergas (Biogasregister der dena)
  • Nachweis nach § 23 Abs. 5 EEG 2009 bzw. § 19 Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. § 40 EEG 2017 Wasserkraftwerke

Nachhaltige Biomasse

Spätestens seit Verabschiedung der europäischen Richtlinie RED 2009/2008/EG (RED I) (Reneweable Energy Directive) ist klar: zur Umsetzung der europäischen Klimaschutzstrategie gehört auch, den Anteil an Erneuerbaren Energien in den Sektoren Wärme, Strom und Transport schrittweise zu erhöhen. Dies wird konsequent durch die verschärfte RED II 2018/2001/EG (RED II) weiterverfolgt.

Das hat massive Auswirkungen auf Produzenten von Kraftstoff aus erneuerbaren Energien (z.B. Biomethan). Denn der biogene Anteil am Kraftstoff, der in den Markt kommt, muss definierten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. In der Folge haben alle beteiligten Stufen von der Rohstoffproduktion und -erfassung, über die Verarbeitung bis hin zur Herstellung von Biokraft- und -brennstoffen eine Nachhaltigkeitszertifizierung zu durchlaufen (z.B. gemäß REDcert). Ansonsten ist eine Vermarktung als Kraftstoff nicht möglich.

Ab dem 01.07.2021 gilt dies auch für Wärme und Strom, die aus erneuerbaren Energien gewonnen wurden. In der Konsequenz müssen z.B. auch alle bestehenden NawaRo-Biogasanlagen (ab einer Feuerungswärmeleistung von 2 MW) nachweisen, dass der Anbau der zum Einsatz gekommenen Substrate den gesetzlich festgelegten Nachhaltigkeitskriterien entspricht. Die damit einhergehende Nachhaltigkeitszertifizierung ist ab diesem Zeitpunkt auch Voraussetzung, um die gesetzlich garantierten Vergütungen nach dem EEG zu erhalten. Die Zertifizierung der Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien erfolgt ab dem 01.07.2021 zum Beispiel gemäß SURE.

Für die Betreiber von Biogas- und Biomethananlagen sind damit erhebliche Veränderungen in den internen Abläufen verbunden. Wir können Sie sicher und zuverlässig auf dem Weg zur erfolgreichen Zertifizierung begleiten.

Wir bieten Ihnen Unterstützung an beim Aufbau eines internen Systems zur Sicherstellung der Einhaltung der Anforderungen der RED II zur Zertifizierung nach den Vorgaben von REDcert und SURE. Wir sind Ihr starker Partner bei der Erstellung und Implementierung von Prozess- und Verfahrensanweisungen, bei der Prüfung von Massebilanzierungssystemen und THG-Berechnungen und natürlich auch bei der Kommunikation mit den Anbauern. Außerdem können wir Sie bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsnachweisen im Nabisy System unterstützen.

Die vorbeschriebenen vielfältigen Zertifizierungen und Prüfungen bearbeiten wir in Kooperation mit folgenden Umweltgutachtern:

  • Dr. Annika Blarr (DE-V-0292)
  • Dr. Wolfgang Ulrici (DE-V-0120)
  • Moritz Nückel (DE-V-0063)

Als Einzelgutachter bzw. in Fallkooperation können von den vg. Umweltgutachtern in den folgenden Wirtschaftszweigen (WZ 2008) Testate ausgestellt werden:

10.1, 10.85, 10.89, 15, 16.29, 17, 18.1, 22.19, 22.29, 23, 24.1, 24.2, 24.3, 24.5, 25.1, 25.2, 25.3, 25.5, 25.6, 25.7, 25.9, 28.11, 28.92, 29.32, 32.99, 33.11, 33.12, 33.2, 35.11.6, 35.11.8, 35.12, 35.13, 35.14, 35.2, 35.30.6, 36, 37, 38.1, 38.2, 58.19, 68.3, 81.1, 82.99.9, 84.1, 84.21, 84.23, 84.24, 84.25, 86.2, 86.9, 87, 88, 91.01, 94, 95.23,
Recycling, Behandlung, Vernichtung oder Endlagerung von festen oder flüssigen Abfällen

Rechtsgrundlagen für Zertifizierungen und Prüfungen durch Umweltgutachter:

  • Verordnung (EG) Nr. 1221/2009, Verordnung (EU) 2017/1505 und (EU) 2018/2026
  • Umweltaudit-Gesetz (UAG)
  • Die Zertifizierungsverfahren durch den Umweltgutachter nach EMAS, ISO 14001, ISO 50001 und die vorbeschriebenen Fachprüfungen unterliegen der Überwachung durch die DAU – Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter, Bonn
  • Umweltgutachter sind gem. Energiesteuergesetz § 55 Abs. 8, Pkt. 1 und Stromsteuergesetz § 10 Abs. 7, Pkt. 1 berechtigt, Zertifizierungen nach DIN EN ISO 50001:2018 für Unternehmen des produzierenden Gewerbes durchzuführen. Weitere Einzelheiten hierzu sind der Verordnung über Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz im Zusammenhang mit der Entlastung von der Energie- und Stromsteuer in Sonderfällen zu entnehmen (Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung-SpaEfV)

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